Sonntag, 22. Januar 2012

das was von 1000 träumen bleibt -

ist das, was am ehesten mit den eigenen gefühlen verknüpft ist.

ich in einer fremden wohnung, einem fremden haus, das doch meines ist. ich wohne irgendwo oben - im erdgeschoss wohnt wer anderer - ich gehe an der wohnungstür vorbei, sie ist offen, am flur davor hängt ein partezettel, ich kann ihn nicht lesen. aber durch die geöffnete tür sehe ich auf einem bett regungslose beine liegen, sie gehören einem toten mann.
ich überlege zu lange, ob ich kondolieren soll - die nachbarn treten aus der wohnung, ich kondoliere unbeholfen. sie laden mich zu essen und alkohol im innenhof ein. ich will nachfragen, wer das denn ist, der gestorben ist - ich vermute, es war der großvater - traue mich aber kein "es ist besser, wenn er jetzt weggegangen ist" zu sagen, weil es vielleicht ein sohn ist.

später in einer wohnung, gefahrenquellen ausschalten - ein herd mit feuer (gas), der sich kaum abdrehen lässt. ich will die wohnung verlassen und kann es doch nicht. und immerzu denke ich an den leichnam, der unter mir im erdgeschoss aufgebahrt ist -