Sonntag, 26. Februar 2012

carnuntum.

so viele träume in den letzten tagen, so wenig aufgezeichnet.

1.
ich bin in einer vorlesung, im hauptgebäude der uni, bei einer einführungsvorlesung zur alten geschichte. ich kenne den professor von der arbeit, er geht durch die reihen der studenten, scheint sich aber nicht recht an mich zu erinnern, wir stammeln uns gegenseitig an. ich will sagen, dass ich nur zum spaß drin sitze, das mal ausprobieren will. er sagt etwas von einer exkursion. mein freund ist auch dabei, weil er sich nur kurz reinsetzen wollte, aber schon sitzen wir alle im exkursionsbus und fahren nach carnuntum. (wo ich noch nie war und was im traum von einer roten ziegelmauer mit großen buchstaben drauf eingefangen war.)

2.
ich will aus dem bus steigen, als einer der letzten, vergesse fast meine krücken, laufe wieder zurück und hole sie, der busfahrer fährt aber los und ich muss ihn anschreien, um doch noch aussteigen zu können.

3.
ein marktplatz. und schnellbahnen, züge, gleise. ich glaube mein freund will nur den platz überqueren, muss aber zwischen den zügen durch. sie fahren, sie stehen, sie blinken mit ihren leuchten, viel licht. ich schaue teilweise hin, er steht zwischen den zügen; manchmal wende ich mich bewusst ab, sage mir "ich will das nicht sehen, wenn ihm etwas passiert, ich KANN da NICHT hinschauen" und versuche schon, mich an den gedanken, dass ihm etwas passiert, zu gewöhnen. immer wieder rufe ich ihm "pass auf!" zu.  er ist beim letzten zu überquerenden gleis angelangt und dann fängt die schnellbahn echt zu fahren an - ich rufe ihm wieder zu - er läuft und schwingt sich auf den bahnsteigt, nichts ist passiert.

Donnerstag, 9. Februar 2012

m.

ich rede schon ewigkeiten nicht mehr mit m.
ich weiß nicht, wann das letzte mal. als das neue semester angefangen hat. ein halbes jahr her?
wir sehen uns immer auf skype. sehen uns und reden nicht. kein ton, kein popup.
nur m.s statusmeldungen ändern sich und jedes mal denke ich, dass es eine nachricht an mich ist.

neben b. ist m. das schönste, was ich aus china mitgenommen hab. im herzen.
wie wir uns länger umkreist sind, wie wir einmal im restaurant dann aufeinander trafen und von m. die bestätigung kam, dasselbe gefühl gehabt zu haben: alleine zu sein, zu glauben, der andere wäre auch so einer wie man selbst ist und dann dieses bestätigt zu finden.

so viele biere, so viel fulancai, so viel verletzung, so viel verrücktes lachen, so viel fluchen.
dauernd hab ich m.s kantonesisches fluchen im ohr.
und kann mich erinnern neben m. im campus gelaufen zu sein.
immer warten, ob m. nicht vielleicht im unterricht auftaucht.
rausgehen und m. irgendwann immer begegnen.
m. kauft eier im supermarkt. m. kauft immer eier im supermarkt.

und da sind die erinnerungen, die vorbeifahren: der stromausfall. fenghuang. FENGHUANG!! changsha. die fahrt zu den kunst(buch)geschäften. in der bar neben dem campus herumhängen. bier kaufen. shaokao vorm vox. herumfahren in bussen. regen, immer viel regen.

warum wir nicht reden?
ich weiß nur über meinen teil bescheid, aber ich kann mir vorstellen, m. geht es ähnlich.
soviel kacke hier, nichts sonderlich neues und schon vor dem ersten wort angeödet, dass man genau darüber schreibt. diesselben fragen. diesselben floskeln. die nichts bedeuten, im gegensatz zu dem, was im herzen wohnt. katze und drache.

öfters die tagträume, dass wir uns in hongkong wiedersehen.
wir werden uns wiedersehen. und bier. und verrückt lachen.
gott, ich vermisse m. so oft.

(m. war der grund, warum ich in china nicht ganz durchgedreht bin. warum ich daran geglaubt habe, als alien auch einen grund zur existenz zu haben. und mit meiner alienhaftigkeit nicht allein zu sein.)

<3 auch hier, an dieser stelle.
ich weiß nicht, wie lang ich noch schweige.
besser früher aufhören, bevor es zu spät ist.

sehnsüchte in den träumen

es sind nur noch fetzen vom letzten traum übrig, überhaupt nach dem tag.

aber geblieben in der erinnerung:

unendliches duschen in einem wohnzimmer. wasser, seifenschaum. angenehmes gefühl auf der haut. und mein vater, mit dem ich ein treffen von einem nachmittag auf den nächsten morgen verschiebe und dann noch immer dusche und nicht bereit zum treffen bin.