Donnerstag, 9. Februar 2012

m.

ich rede schon ewigkeiten nicht mehr mit m.
ich weiß nicht, wann das letzte mal. als das neue semester angefangen hat. ein halbes jahr her?
wir sehen uns immer auf skype. sehen uns und reden nicht. kein ton, kein popup.
nur m.s statusmeldungen ändern sich und jedes mal denke ich, dass es eine nachricht an mich ist.

neben b. ist m. das schönste, was ich aus china mitgenommen hab. im herzen.
wie wir uns länger umkreist sind, wie wir einmal im restaurant dann aufeinander trafen und von m. die bestätigung kam, dasselbe gefühl gehabt zu haben: alleine zu sein, zu glauben, der andere wäre auch so einer wie man selbst ist und dann dieses bestätigt zu finden.

so viele biere, so viel fulancai, so viel verletzung, so viel verrücktes lachen, so viel fluchen.
dauernd hab ich m.s kantonesisches fluchen im ohr.
und kann mich erinnern neben m. im campus gelaufen zu sein.
immer warten, ob m. nicht vielleicht im unterricht auftaucht.
rausgehen und m. irgendwann immer begegnen.
m. kauft eier im supermarkt. m. kauft immer eier im supermarkt.

und da sind die erinnerungen, die vorbeifahren: der stromausfall. fenghuang. FENGHUANG!! changsha. die fahrt zu den kunst(buch)geschäften. in der bar neben dem campus herumhängen. bier kaufen. shaokao vorm vox. herumfahren in bussen. regen, immer viel regen.

warum wir nicht reden?
ich weiß nur über meinen teil bescheid, aber ich kann mir vorstellen, m. geht es ähnlich.
soviel kacke hier, nichts sonderlich neues und schon vor dem ersten wort angeödet, dass man genau darüber schreibt. diesselben fragen. diesselben floskeln. die nichts bedeuten, im gegensatz zu dem, was im herzen wohnt. katze und drache.

öfters die tagträume, dass wir uns in hongkong wiedersehen.
wir werden uns wiedersehen. und bier. und verrückt lachen.
gott, ich vermisse m. so oft.

(m. war der grund, warum ich in china nicht ganz durchgedreht bin. warum ich daran geglaubt habe, als alien auch einen grund zur existenz zu haben. und mit meiner alienhaftigkeit nicht allein zu sein.)

<3 auch hier, an dieser stelle.
ich weiß nicht, wie lang ich noch schweige.
besser früher aufhören, bevor es zu spät ist.

1 Kommentar:

  1. kloß im hals.

    dieses gefühl und die sehnsucht, die immer um ihn kreisenden gedanken, die du beschreibst, durchlebe ich zur zeit mit meinem exfreund.

    ich habe ihn zwei jahre nicht gesehen, getrennt sind wir seit bald vier jahren.

    dennoch, ich träume jede nacht von ihm und denke täglich an ihn.#

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